Polizei in Wittmund

Der Neuaufbau der Polizei im Landkreis Wittmund nach 1945
 
Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs im Mai 1945 setzte die englische

Militärregierung unter General Montgomery in der englischen Besatzungszone für

die Landkreise sogenannte „Militärregierungen“ ein, die zuständig waren für die

Arbeit und Uberwachung der deutschen Behörden und die Einhaltung der „Regulations“,

d.h. Erlasse der englischen Besatzungsbehörde für die deutsche Bevölkerung.

 

Dazu gehörten u.a. das Verbot nationalsozialistischer Parteien und Verbände, die

 

Ausgangssperre, das Fraternisierungsverbot, Waffenbesitz, Besitz des Eigentums der

ehemaligen deutschen Wehrmacht, Besitz alliierten Eigentums, Sonntagsfahrverbot,

Entnazifizierung, Umerziehungsmaßnahmen und die Ubertragung von Verantwortlichkeiten

an deutsche Behörden, die sich kriegsbedingt ergaben, wie die Zwangsbewirtschaftung

von Lebensmittel durch Karten, Genehmigungsscheine für den Kauf von Textilien,

Lederwaren und Haushaltsgeräten, aber auch für die Zwangsbewirtschaftung von

Wohnraum. Dazu gehörte die Beschlagnahme von Räumen für die Zuweisung von

Flüchtlingen aus den Ostgebieten, nachdem schon vor Kriegsende ausgebombte

T~milien aus Großstädten wie Hamburg im Kreis Wittmund eine vorläufige Bleibe

gefunden hatten. Dazu kam noch die im Kreis Wittmund internierten

Wehrmachtsreste der Hollandarmee und Soldaten in den Marinelagern Esens

und Wittmund.

 

 

Die einschlägigen Gesetze des deutschen Strafgesetzbuches für kriminelle

Handlungen blieben bestehen, auch die der sogenannten Verbrauchs­regelungs-

strafordnung, ein typisch deutsches Wortungetüm, das für die Verteilung von

Lebensmitteln und Verbrauchsgütern zuständig war und Strafen festlegte für

Schwarzma rktgeschäfte, Schwarzschlachten und Schwa rzbrennen von Schnaps.

Für diese Arbeit war der schnelle Aufbau einer deutschen Polizei erforderlich mit

jungen Polizeikräften, die vertraut gemacht werden mußten mit den alliierten

Regulations, die zwar in Plakatform numeriert der deutschen Bevölkerung per

Aushang mitgeteilt wurden, aber nicht überall auf dem Lande.

 

Die „Militärregierung“, wie sie allgemein genannt wurde, amtierte im ehemaligen

katasteramt, das von dden Deutschen geräumt werden mußte. „Governor“

dieser neuen Behörde war Major Wood, ein Kolonialoffizier mit Indienerfahrung,

dessen Habitus entsprechend war: Bärtchen, Schaftstiefel, Reitgerte, mit der

er beim Gehen ab und zu gegen die Stiefel schlug. Ihm zur Seite stand ein Flight

Lieutenant der Royal Air Force und ein Armeeleutnant nebst einigen Ordonanzen

aus den Mannschaftsdienstgraden. Nach dem allgemeinen Befehl „No fraternatisation“

(keine Verbrüderung) für Angehörige der alliierten Streitkräfte war auch ihnen

der Kontakt zur deutschen Bevölkerung weitgehend untersagt, es sei denn,

er gehörte zu ihren Verwaltungsbefugnissen. Die in Jever stationierten kanadischen

Soldaten sahen das auch nicht so eng. Es gab sehr bald feste Kontakte zwischen

ihnen,deutschen Mädchen bzw. deutschen Familien.

 

Major Wood wohnte mit seinen Offizieren im „Gelben Haus“ am Markt, der

ehemaligen Wohnung des Landrats von Nassau, die seine Frau verlassen musste

unter Zurücklassung aller Möbel und Einrichtungen. Es war damals eine übliche

Praxis, das Möbel bzw. Büroeinrichtungen beschlagnahmt wurden, besonders bei

Familien, denen man eine Unterstützung des Naziregimes nachsagte oder die diese

Einrichtungen besaßen. Die Bevölkerung war insgesamt verschüchtert und hatte

Angst, dagegen aufzubegehren. Der Krieg war zwar vorbei, aber viele Männer waren

in Gefangenschaft oder gefallen, es war eine Übergangangszeit der Rechtlosigkeit

und immer neue Schübe von Flüchtlingen aus den Ostgebieten mußten untergebracht

und mit dem Nötigsten versorgt werden, aber meist fehlte auch das. Nur mit

Zwangsmaßnahmen der Behörden war das möglich, hinter der im Zweifelsfalle die

Militärbehörde stand.

 

Die Züge zwischen Esens und Sande waren überfüllt mit hunderten von

Hamsterern aus den Großstädten, die ihre Habseligkeiten auf dem Lande

gegen etwas Eßbares eintauschen wollten. Der Winter 1945/46 stand vor der

Tür und es gab kein Heizmaterial.

 

Die Landbevölkerung mußte Überfälle ehemaliger Fremdarbeiter, insbesondere

aus Polen, befürchten, die inzwischen als sogenannte DP‘s (displaced persons)

in Lagern untergebracht waren in Esens, im Südkreis und in Sande. Sie standen

nun vor ihrem Rücktransport in ihr Heimatland und wollten sich noch Eigentum

durch Wegnahme erwerben.In Deutschland waren sie als verschleppte Arbeitskräfte,

vor allem als Polen, für ihre Arbeit nicht entschädigt worden, und oftmals war

die Behandlung und Unterbringung menschenunwürdig gewesen, so daß sie

sich nun rächen wollten.

 

Das war die allgemeine Lage im Landkreis, in dem nun die neue Polizei Sicherheit

und Ordnung schaffen solle. Im Hause des Großhandels-unternehmens Timmermann

am Markt in Wittmund (heute Wohnanlage „Freesenpark“) wurde die Dienststelle

der Polizei im Juli 1945 eingerichtet. Die alten Dienstgrade und Uniformen blieben

bestehen. Hauptmann Wölfer war zuständig für das gesamte Kreisgebiet. Er hatte

täglich der Militärregierung zu berichten unter Vorlage der schriftlichen Ubersetzungen

aller eingegangenen Anzeigen und Ubertretungen. Für den Südkreis (Wiesmoor

— Friedeburg ) war Oberleutnant Döring zuständig, für den Nordkreis (Esens —

Holtriem) Leutnant Schadewald. Angestrebt wurde für jede Gemeinde ein Polizeiposten,

in den Städten eine Dienststelle, aber neue Beamte mußten erst ausgebildet

werden, so daß viele Posten verwaist blieben. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis

der dringenste Bedarf gedeckt war, wobei die 1946 einsetzende Entmilitarisierung

und Entnazifizierung neue Löcher schuf. Bei der registratur in Witimund gab es

eine Dienststelle für die Kriminalpolizei, in der 1946 bereits vier Beamte tätig

waren, die Herren Zeiner, Dechmann, Apetz und Kottsieper. Letzterer hatte

eine neue Identität angenommen und mußte bald wegen seiner politischen

Vergangenheit aus dem Polizeidienst ausscheiden.Die Arbeit der Krimnalpolizei

wurde unterstützt durch einen Zivilangestellten, in der Registratur war eine

Sekretärin tätig. Alle eingegangenen Anzeigen und Berichte mußten schriftlich

übersetzt werden.

 

Im Dolmetscherbüro arbeiteten Dr. Gerda Kunstreich und ich. Frau Kunstreich

ging zum Frühjahr 1946 zur Universität, ich begann Ende Juni 1946 ein Studium

an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg. Die Übersetzungstätigkeit war

inzwischen auf bestimmte Fälle begrenzt worden.

 

Die Ausrüstung der neuen Polizei war katastrophal. Viele Landpolizisten besaßen

nicht einmal ein eigenes Fahrrad. Sie durften keine Waffen tragen und hatten

zur Selbstverteidigung einen Gummiknüppel, d.h. ein Stück Kupferkabel mit

Gummiummantelung. Entsprechend schlecht war die Versorgung mit Schreibmaterial.

Die Berichte waren per Hand mit Tinte auf stark saugendes Papier geschrieben,

so daß die Dolmetscher manchmal mehr Schwierigkeiten mit dem Entziffern des

deutschen Textes hatten als mit dessen englischer Übersetzung.

 

Große Schwierigkeiten hatten die Polizisten bei der festnahme von Straftätern

aus den Ausländerlagern, dem Ungarnlager in Esens ( ehemaliges Marinelager

, heute Ostlandsiedlung) und dem Polenlager in Marx. Meist stand der Polizist

allein einer Gruppe gewaltbereiter Lagerinsassen gegenüber, die über seinen

Gummiknüppel nur lachten. Selbstverständlich verstanden sie dann auch kein

Deutsch.

 

Ein anderes Problem war, inhaftierte Straftäter im Amtsgerichtsgefängnis in

Wittmund unterzubringen. Es war manchmal hoffnungslos überbelegt. Während

meiner Dolmetschertätigkeit gab es dort drei Ausbrüche. Einmal kletterten bei

Hofgang zwei Inhaftierte über die Mauer und verschwanden. Ein anderer Gefangener

schraubte das Bein seines eisernen Feldbetts ab, durchstieß damit nachts das

Mauerwerk und seilte sich mit Bettlaken ab. Der S6jährige Wachtmeister war

hilflos, als ihn eine Gruppe verhafteter Ungarn beim Zellenöffnen in der Mittagszeit

überfiel, fesselte und knebelte. Sie nahmen ihm die Schlüssel ab, öffneten alle

Gefängniszellen und verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Ein deutscher Inhaftierter

half dem alten Wachtmeister, der an dem Knebel fast erstickt war. Die Ausländer

wieder einzufangen, war fast unmöglich, weil sie sehr schnell in anderen Lagern

untertauchen konnten.

 

Von Zeit zu Zeit hatte der Governor Major Wood seinen Gerichtstag, wo er

Verstöße gegen alliierte Militärbestimmungen ahndete, meist mit Geldstrafen,

aber Geld gab es für viele in großer Menge, die am Schwarzhandel beteiligt waren.

Für meine Dolmetschertätigkeit erhielt ich ein Monatsgehalt von unter 200 RM,

für die ich auf dem Schwarzmarkt zwei Flaschen Schnaps kaufen konnte. Geldstrafen

schreckten also keineswegs ab. Gab ein „Übeltäter“ an, daß ihm z.B. die „Regulation“

über das Sonntagsfahrverbot unbekannt gewesen sei, ordnete Major Wood in der

Regel an, daß er darüber von der Polizei zu belehren sei. Als ich einmal das „Ja“ eines

Bauern über seine Kenntnis des Sonntagsfahrverbot einfach mit „No“ übersetzte,

gefiel das wiederum dem Polizisten nicht, und ich wurde gefragt, ob ich den

Unterschied zwischen Yes und No nicht gelernt hätte. Der arme Bauer mußte zahlen,

zwischen 100 und 200 RM war das übliche Strafmaß; ein bis zwei Flaschen

selbstgebrannter Schnaps. Die Polizei war damals mit Dingen beschäftig, über die

heutige Polizisten lachen würden. So häuften sich bei der Dienststelle in Wittmund

die selbst gebauten Destilliergeräte der ländlichen Schwarzbrennerei. Ich mußte

Berichte über entsprechende Delikte übersetzen und besaß zu Hause selbst so einen

Apparat. In Polizeikreisen war das Gerücht im Umlauf, ein Polizeioffizier habe gesagt

, seine Beamten sollten nicht so viele Destillen beschlagnahmen, der Landkreis würde

sonst austrocknen.

 

Einmal wurde der Dienststelle ein Wehrmachtskanister mit Kühlerfrost­schutzmittel

übergeben, ein Alkohol, der durch ein Vergällungsmittel für den Verzehr unschädlich

gemacht worden war. Der Vorbesitzer hatte ihn durch Filterung mit einem Gasmaskenfilter

angeblich trinkbar gemacht und schwarz verkauft. Die Analyse im chemischen

Untersuchungsamt in Emden lautete:

Einwandfrei trinkbarer Alkohol! Wir sollten nun dieses kostbare Frostschutzmittel laut

Anordnung des Hauptmanns in den Lokus gießen. Einiges ging leider daneben,

zufällig in Flaschen — Gasmaskenfilter gab es genug - .Der Rest machte aus dem

Lokus tagelang eine alkoholgeschwängerte Höhle.

 

Die Engländer erließen Anfang 1946 einen Aufruf, alle evtl. noch vorhan­denen

Waffen und alles Wehrmachtseigentum abzuliefern mit dem Versprechen des

Straferlasses. Da lagen nun nach kurzer Zeit ausgezeichnete teure Jagdwaffen

mit Zielfernrohren, Karabiner, Pistolen, Seitengewehre, Munition, aber auch Medikamente

und Verbandszeug bei der Kripo, im Dolmetscherbüro lehnte sogar eine Panzerfaust

in der Ecke. Die Engländer suchten sich die guten Waffen und die Munition dazu

heraus, der Rest ging weg zur Vernichtung.

 

Welcher Art war nun die Tätigkeit der Kriminalbeamten? An einem Fall bissen

sie sich die Zähne aus. Im nördlichen Kreisgebiet war ein Großteil der Kartopifelernte

in dem Ringofen einer Ziegelei eingelagert und eingemauert worden. Ziegel wurden

ohnehin nicht gebrannt. Als nun im Frühjahr 1946 die zugemauerten Offnungen

freigelegt wurden, waren alle Kartoffeln spurlos verschwunden, rest- und spurlos,

tonnenweise Kartoffeln — und niemand in der Gegend hatte die geringste Ahnung,

wer das getan haben könnte und wie das überhaupt möglich war — das Mauerwerk

war schließlich vollkommen unbeschädigt. Die Kartoffeln mußten abgeschrieben

werden, wahrscheinlich gab es die in flüssiger Form auf dem Schwarzmarkt.

 

Ein anderer Flop ist mir wegen seines Übersetzungsaufwandes mit vielen unbezahlte

Uberstunden in Erinnerung. Einem kanadischen Serganten war die Tabakpfeife

zerbrochen, so daß in einem deutschen Geschäft eine Tabakpfeife verlangte. Der

Inhaber hatte angeblich keine, aber der mißtrauische Sergant kam mit vier Soldaten

zurück, durchsuchte das Geschäft und fand sechs Tabakpfeifen nebst einem

recht guten Warensortiment. Er verhaftete den Inhaber kurzerhand, zwei

Kriminalbeamte mußten den Warenbestand aufnehmen, der in den folgenden

Tagen an die Bevölkerung verkauft wurde, was den Kanadiern Sympathien

einbrachte. Ich habe ca. 20 Seiten DIN A 4 Seiten ins Englische übersetzen

dürfen mit dem Ergebnis, das es sich nicht um verbrauchsbeschränkte Waren

handelte, der Kaufmann also nicht verpflichtet war, sie zu verkaufen. Das machten

übrigens viele Kaufleute so, denn am Tag der Währungsreform oder kurz danach

war plötzlich das Warenangebot überwältigend, nur das Geld war jetzt knapp.

 

Der inhaftierte Kaufmann mußte sofort freigelassen werden, wobei die Selbstjustiz

des Kanadiers für ihn ohne Folgen blieb. Major Woods Kommentar in solchen

Fällen war dann nach seitenlanger Ubersetzung nur ein Schriftzug:

 

This is entirely a matter of the German authorities! - eine Angelegenheit

ausschließlich für deutsche Behörden! - und damit war für ihn der Fall erledigt.

 

In einem anderen Fall war eine junge Deutsche, die ein Kind von einem kanadischen

Soldaten erwartete und von ihm Bekleidung und Bettwäsche erhalten hatte,

von einer böswilligen Nachbarin wegen Besitzes von alliiertem Eigentum angezeigt

worden. Major Wood entschied die Angelegenheit mit dem Satz: „ She may keep

it as a matter of compensation!“ - Sie darf es behalten als eine Art Gutmachung!

 

Man kann davon ausgehen, daß der Major sehr bald die Effizienz der deutschen

Behörden erkannte und sie deshalb auch gewähren ließ. Er entschied manche

Dinge mit einem Kurzkommentar wie weiland Friedrich der Große.

 

Es war allerdings damals eine autoarme Zeit. Weder die Militärregierung noch

die Polizei verfügte über ein Dienstauto. Für die Kriminalbeamten stand zwar ein

Motorrad zur Verfügung, aber Benzin war Mangelware. Daher war ihre

Aufklärungsarbeit bei schweren Delikte ineffizient. Besonders die Überfälle von

Polen, die nachts per LKW einsam gelegene Bauerngehöfte aufsuchten und

ausplünderte, konnten nie aufgeklärt werden.

 

Die Bauern konnten noch froh sein, wenn ihnen nur alles bewegliche Gut

weggenommen wurde. Einer Familie, die sich in den Keller geflüchtet und

verbarrikadiert hatte, wurde nach der Plünderung das Haus angezündet.

Manche Bauern waren deshalb noch dankbar, wenn bei ihnen deutsche

Soldaten der internierten Hollandarmee untergebracht waren. Das war ein

gewisser Schutz vor Uberfällen.

 

Die Kriminaldienststelle in Wittmund wurde bald darauf in Aurich zu einer

größeren Einheit zusammengefaßt, doch 1994 soll sie nun wieder hier

eingerichtet werden, um vor Ort präsent zu sein. ( Von 1994 bis 2004

zur neuerlichen Reform war eine Abteilung der Kriminalpolizei in Wittmund

eingerichtet)

Mit Kaufleuten, die ihren Warenbestand zurück halten, mit Schwarzbrennern

und Kartoffeldieben, heimlichen Melkern auf der Weide, Schwarzschlachtern

und Schwarzhändlern werden die neuen Kriminalbeamten sicher nichts

zu tun haben. Kürzlich las ich im Anzeiger, daß die Leute damals vielleicht

glücklicher und zufriedener waren als heute. Weit gefehlt — es war

bittere Not, oftmals Hunger und Kälte im Winter und für viele Angst und

Sorge ob der Ehemann oder der Sohn heimkommen werden. Dazu kamen

die Hoffnungslosigkeit eines viergeteilten Deutschlands und die Flüchtlingsströme

aus dem Osten. Vielleicht ist es gut, einmal an diese Zeit erinnert zu werden,

weil es uns heute manchmal zu gut geht. Tilo Säckel, Esens

 

 

Wie Herr Säckel in seinem plastisch geschilderten Bericht schon schrieb,

war die damalige Polizei-Subdivision Wittmund in vier kleine Räume des

Geschäftshauses „Timmermann“ untergebracht. In den beiden Räumen

im Erdgeschossbefanden sich die Wache und die Dienststelle der Kriminalpolizei.

Im 1.Etage hatte der Subdivisionsleiter sein Büro und im Nebenzimmer war das

Geschäftszimmer.

Das Gefängnis befand sich, wie im Bericht schon beschrieben, im

Amtsgerichtsgebäude. Der Zellentrakt war in den oberen Räumen zum Hof

hin eingerichtet. Nach vorn zum Markt befanden sich die Wohnung eines

Kripo­Beamten und der Sitzungssaal des Amtsgerichts.

 

Am 10.02.1947 bezog die Polizei in Wittmund ihre neue Dienststelle in

der Bismarckstraße 31. Sie mußte sich das Gebäude mit dem Katasteramt

teilen, welches die oberen Räume benutzte. Die Dienstkraftfahrzeuge

konnten in der Brückstraße in Garagen untergestellt werden, das waren

dann aber auch ca. 250 Meter Entfernung

 

Am 01. August 1966, die Wittmunder Polizei war mittlerweile ein „Polizeiabschnitt“,

wurde aufgrund der räumlichen Enge endlich die lange ersehnte Indienststellung

des neuen Dienstgebäudes an der Isumer Straße vollzogen. Zu der Zeit galt

das Gebäude mit der Ausstattung und Konzeption als eines der modernsten

Polizeigebäude in Niedersachsen.

Das, was damals in Wittmund passierte, und 1993 bei einer großen Renovierung

noch einmal verbessert wurde, ist seit langem ein Traum der Wilhelmshavener

Polizei. So war es bedingt durch die Personalstärke in Wittmund aus logistischer

Sicht einfacher zu bewältigen, als wenn man in Wilhelmshaven Hand anlegt.

 

Es war dann am 01.Dezember 1993 der damalige Innenminister Gerhard

Glogowski, der den 450.000 DM teuren Umbau des Dienstgebäudes seiner

Bestimmung übergab.

 

 

 

 

 
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